Präzisionsfertigung großer Kran-Schweißteile bei Gothaer Fahrzeugtechnik mit einer PCR 150

Hoch hinaus mit UnionChemnitz

Die technischen Daten eines modernen Raupenkrans sind bemerkenswert: Stolze 3.000 t Last kann der stärkste Raupenkran der Welt mit Gittermastausleger heben. Eingesetzt für den Bau von Kraftwerken, Raffinerien oder Windenergieanlagen, erreicht er eine maximale Hubhöhe von 245 m und eine Ausladung von 196 m. Diese Kombination aus Größe und Belastbarkeit erfordert eine äußerst stabile und gleichzeitig leichte Bauweise. Durch die Verwendung hochfester Feinkornbaustähle wird beides erreicht.

Gefertigt werden die Komponenten solcher XXL-Krane im thüringischen Gotha von der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH. Kernkompetenz des familiengeführten Unternehmens ist die Herstellung von Gittermasten für Mobil- und Raupenkrane. Zahlreiche namhafte Kranhersteller wie Liebherr lassen Gitterkomponenten für ihre Anlagen von der Gothaer Fahrzeugtechnik herstellen.

Mechanische Bearbeitung als Schlüsselrolle

Vom Materialzuschnitt und Schweißen über die mechanische Bearbeitung bis zum Lackieren wird jeder Fertigungsschritt von den 400 Mitarbeitern in Gotha durchgeführt. „Je höher die Passgenauigkeit der einzelnen Krankomponenten, desto schneller kann ein Kran später auf der Baustelle montiert werden“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Jens Schwabe. Deswegen kommt der mechanischen Bearbeitung im Unternehmen eine wichtige Rolle zu. Nach dem Schweißen kann die Passgenauigkeit der einzelnen Krankomponenten nur noch durch mechanische Bearbeitung erreicht werden. Die unweigerlich auftretenden Schweißverzüge durch Wärmewirkung zu kompensieren, würde die Stabilität der Kranbauteile stark beeinträchtigen. Absolute Präzision ist beim Bohren und Fräsen der Werkstücke also höchste Pflicht.

„Die größten Krankomponenten, die wir herstellen, sind 12 m lang, 3,20 m hoch, 3,60 m breit und 30 t schwer“, berichtet Jens Schwabe. Das Plattenbohrwerk PCR 150 von UnionChemnitz mit 150 mm Bohrspindeldurchmesser stellte sich als ideale Lösung für die Gothaer Fahrzeugtechnik und die Bearbeitung der Kranbauteile heraus. Seit 2009 ist die Maschine mit dem 10 x 3 m großen Plattenfeld und 12 m langer X-Achse inzwischen in Gotha in Betrieb. Ihre weiteren Highlights: der um 1 m ausfahrbare, hydrostatisch geführte Tragbalken, ein vollautomatischer Werkzeugwechsler und der integrierte Dreh- und Verschiebetisch. „Der Tragbalken und die Arbeitsspindel der PCR 150 ermöglichen eine Bearbeitung bis 1.700 mm im Werkstück, also über die Mitte des Werkstückes hinaus. Im Anschluss wird die Komponente gedreht und die zweite Seite bearbeitet“, erklärt Frank Winter, Leiter der Arbeitsvorbereitung bei Gothaer Fahrzeugtechnik. Die geforderte Präzision bei diesen Bearbeitungen garantieren sowohl die robuste Bauweise der PCR 150 mit stark verripptem Ständer als auch als auch die vollautomatischen Kompensationen von Spindellängenwachstum, Tragbalkendurchhang und eventueller Ständerneigung.

Gelungene Investition für höchste Sicherheit

Seit dem Produktionsbeginn der PCR 150 bei Gothaer Fahrzeugtechnik 2009 arbeitet das Bohrwerk im Zwei- oder Dreischichtbetrieb. „Die Investition in die PCR 150 war die richtige Entscheidung“, sagt Frank Winter. „Wir sind absolut zufrieden. Die RAM-Bauweise ist spitze und der Tragbalken ist in Bezug auf die Stabilität ein Riesenvorteil für uns. Auch vom Preis-/Leistungsverhältnis her hat uns die Maschine überzeugt“.

Letzter Produktionsschritt für einen Gittermast bei Gothaer Fahrzeugtechnik ist das Lackieren. Nach dem Zuschneiden des Materials, dem Schweißen und der mechanischen Bearbeitung wird auch dieser Schritt im Unternehmen selbst ausgeführt. Wenn die fertigen Gittermastkomponenten für die Mobil- und Raupenkrane das Werksgelände von Gothaer Fahrzeugtechnik verlassen, legen sie den Grundstein für den sicheren Transport bis zu 3.000 t schwerer Teile auf Baustellen weltweit – dank der vereinten Kompetenz von Kranbauspezialist Gothaer Fahrzeugtechnik und UnionChemnitz.

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